Welche Ansprüche hat der Käufer einer Anleihe?
Was dir eine Anleihe garantiert – von der Zinszahlung bis zur Rückzahlung.
Rechte von Anleihekäufer:innen
Wenn du eine Anleihe kaufst, wirst du zum Gläubiger des Emittenten (z. B. eines Unternehmens oder Staates). Daraus ergeben sich klare vertragliche Ansprüche:
✔️ Anspruch auf Zinsen (Coupon), gemäß den Anleihebedingungen
✔️ Rückzahlung des Nennwerts am Laufzeitende (in der Regel zu 100 %)
✔️ Vorrangige Rückzahlung im Insolvenzfall vor Aktionär:innen
Im Gegensatz zu Aktien verleiht dir eine Anleihe keine Stimme oder Mitspracherechte.
Wie sicher ist eine Anleihe?
Die Sicherheit hängt von der Bonität des Emittenten ab. Diese wird durch ein sogenanntes Rating (z. B. AAA, AA, etc.) bewertet.
💡 Gut geratete Unternehmens- oder Staatsanleihen gelten als vergleichsweise sichere Geldanlage mit kalkulierbarem Ertrag und fester Laufzeit.
Zinsen & Rendite einfach erklärt
📅 Zinszahlung
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Du erhältst regelmäßige Zinszahlungen (z. B. jährlich), abhängig vom Nennwert der Anleihe.
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Stückzinsen: Verkaufst du die Anleihe vor dem Zinstermin, bekommst du den anteiligen Zinsbetrag vom Käufer erstattet.
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Die genauen Termine variieren je nach Emission.
📐 Zinskonventionen (Berechnungsarten):
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Act/Act: Tatsächliche Zinstage im Verhältnis zur tatsächlichen Anzahl der Tage im Jahr
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Act/360: Monat taggenau, aber das Jahr wird mit 360 Tagen gerechnet
📊 Unterschied Nominalzins vs. Rendite
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Der Nominalzins ist der vertraglich festgelegte Zinssatz.
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Die Rendite ist dein tatsächlicher Ertrag abhängig vom Kurs, zu dem du die Anleihe kaufst.
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Kauf über 100 % → Rendite unter dem Nominalzins
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Kauf unter 100 % → Rendite über dem Nominalzins
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Die Rendite wird immer auf Jahresbasis berechnet