Rohstoff-ETCs auf Futures
Was beim Investieren in Terminkontrakte wichtig ist
Viele Rohstoff-ETCs, insbesondere auf Energie- oder Agrarrohstoffe, bilden nicht den aktuellen Kassapreis (Spot-Preis), sondern die Wertentwicklung von Futures (Terminkontrakten) ab. Diese Form der Abbildung bringt zusätzliche Chancen – aber auch Besonderheiten mit sich.
Warum Futures?
Rohstoffe wie Öl, Weizen oder Gas werden an Terminbörsen gehandelt, meist über Futures mit begrenzter Laufzeit. ETCs auf solche Rohstoffe investieren also nicht direkt in den physischen Rohstoff, sondern in den jeweils nächstfälligen Future.
Was bedeutet „Rollen“?
Da Futures ein Ablaufdatum haben, muss der ETC-Anbieter regelmäßig den auslaufenden Kontrakt verkaufen und einen neuen kaufen.
👉 Dieser Vorgang wird als „Rollen des Futures“ bezeichnet.
Rollgewinn vs. Rollverlust
Beim Rollen kann Folgendes passieren:
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Rollgewinn: Der neue Future ist günstiger als der alte – das kann die Performance positiv beeinflussen
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Rollverlust: Der neue Future ist teurer – das schmälert die Rendite
Diese Effekte sind zusätzlich zur allgemeinen Kursentwicklung des Rohstoffs zu berücksichtigen.
Was heißt das für dich?
Wenn du in Rohstoff-ETCs auf Futures investierst, solltest du nicht nur die Preisentwicklung des zugrunde liegenden Rohstoffs im Blick haben, sondern auch die Marktsituation an den Terminbörsen.
Rollvorgänge können sich spürbar auf die Gesamtrendite deines ETCs auswirken – gerade bei langfristigen Anlagen.